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HiFi - Klassiker PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Administrator   
Montag, 12. Dezember 2005

Vintage HiFi



 

In diesem Kapitel werde ich einiges über Hifi-Klassiker erzählen. Generell glaube ich nicht das damalige highend Geräte besser sind als aktuelle, die man in  entsprechenden Fachgeschäften kaufen kann. Die Technik hat sich weiterentwickelt und integrierte Schaltkreise und die Digitaltechnik haben in heutigen Anlagen den Einzug gefunden. Dennoch behaupte ich hier, dass digital und integriert nicht unbedingt besser sein muss als diskret aufgebaute Schaltungen.

Begonnen hat das ganze mit dem Einzug der Transistortechnik in die HiFi-Welt  Ende der 60er Anfang der 70er.  Im Zeichen des Wirtschaftswunders begannen die Elektronikfirmen immer leistungsstärkere Geräte auf den Markt zu werfen. Mitte bis Ende der 70er Jahre tobte der so genannte Receiverkrieg. Dieser Zeit entstammten Geräte wie der Pioneer Sx-1980,  Kenwood KR- 9600, die  Marantz-Serie 22xx,23xx - 2600 und die Sansui four Digit Serie mit dem 9090 DB. Entschieden wurde der Kampf dann 1978 als die "top of the line" Geräte G-22000 und G-33000 der "G" Serie von Sansui auf den Markt kamen.

Der G-33000 war mit (350/450 Watt je Kanal an 4/8 Ohm) der stärkste jemals gebaute Receiver. Der Neupreis dieses Gerätes lag damals bei gigantischen 5500 DM. Dabei sollte man bedenken dass laut bayerischer Staatsregierung der "Bruttolohn aus unselbstständiger Arbeit" im Jahre 1970 bei 12853 DM pro Jahr lag. Wo viele 1978 schon auf integrierte Endsfufenschaltkreise setzte, liegt hier alles noch in diskreter Doppel-Mono-Bauweise vor, acht Leistungstransistoren stemmten die enorme Leistung die sich auch im Gewicht von fast 50 Kg bemerkbar macht.

Sehr lobenswert fand ich das die Zeitschrift Stereo in ihrer Dezemberausgabe 2005 einmal den Vergleich neu gegen alt gewagt hat und hier den Sansui G33000 gegen  einen aktuellen Vollverstärker Marantz Pm11S1 (3500€) in den Hörraum gestellt hat.

Zitat: " Der Marantz spielt aufgeräumter, neutraler und löst Einzelereignisse besser auf. Dennoch erweist sich der alte Recke als sehr flüssiger, wärmer und sehr emotional sowie farbstarker aufspielender Geselle, dem man äußerst gerne beim Musizieren zuhört. Mit Nostalgie hat das wenig zu tun. Er hat einfach den "Swing".
Und dann dieses Pfund in den unteren Lagen. Da kann selbst der potente Marantz leistungsmäßig nicht mithalten." 

Im Messlabor ergaben sich Leistungswerte die ca. 20 % über den Herstellerangaben lagen. Die Verzerrungswerte 0,0016 - 0,18 % Klirr und 0,0032 - 0,12 % Intermodulation entsprechen heutigen Topwerten. Die Rauschwerte sind mit 91 Dezibel bei 5 Watt hervorragend und der Ausgangswiderstand von fünf Milliohm ist Laborrekord bei Stereo.

Abschließend möchte ich hier noch mal sagen dass man heute natürlich technisch gleichwertige Geräte kaufen kann. Wer aber etwas Sinn für Nostalgie hat und einmal solch einen Traumboliden aus Alu. Holz und Glas in Händen hatte, wird vielleicht verstehen, dass die Preise für ein G- 33000 immer noch zwischen 2000-3000€ liegen. Als optisch und technisch außerordentlich, würde ich auch Geräte wie den Sansui 9090DB, G9000, den Marantz 22XX, 23XX  , die Pioneer 1050,1080,1250,1980 , sowie die Quadroserien der Hersteller bezeichnen. Mit etwas Glück und Geduld kann man diese Geräte bei bekannten Auktionshäusern erwerben. Einen online Einkaufsführer werde ich noch ins Netz stellen. Hier hinterlege ich dann die Durchschnittspreise der Geräte bei online Auktionen .

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 9. September 2009 )
 
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