Sansui
1944 begann Sansui sich mit der Qualität von Radiobauteilen auseinander zu setzten. Man wählte Übertrager als Kernproduktserie, und beschloss mit höheren Preisen hochwertigere Produkte zu bauen und sich darüber ein entsprechendes Renommee zu erarbeiten. 1947 gründete Herr Kikuchi, Sansui Electric. Co. mit 10 Angestellten. Das Gründungskapital von Sansui betrug 180.000 Yen ($500,00 US) . In diesem Jahr, produzierte Sansui Transformatoren und Drosselklappenspulen in mehr als 10 unterschiedlichen Produktserien. 1952 baute man Spannungsstabilisatoren für mehr als 40 verschiedene Transforamtormodelle und hatte 52 Angestellte. 1954 stellte Sansui Bausätze für Vorverstärker und Leistungsendstufen sowie fertige Vollverstärker her. Durch laufende Qualitätsverbesserung kam man dem Ziel der besseren musikalischen Wiedergabe immer näher. Sansui hatte in diesem Jahr 99 Angestellte. 1956 begann Sansui Röhrenreceiver herzustellen. 1958 führte Sansui den ersten Stereoröhrenvorverstärker Sp-220 und den Stereoleistungsverstärker Q-3535 ein. In dieser Periode begann Sansui sein Produkte zu exportieren mit dem Ziel bessere Hifiprodukte zu verkaufen als der Wettbewerb. Der erste stereo Vollverstärker, Sm-88 und der erste stereo Receiver Sm-20 wurden 1959 eingeführt. 1961 ging Sansui an die Börse in Tokio und der Markenname, "Sansui" wurde in den Vereinigten Staaten eingetragen. Sansui hatte 885 Mitarbeiter und das Firmenkapital wurde auf 150.000.000 Yen angehoben ($417.000). Vor 1963 hatte Sansui mehr als 40 unterschiedliche Röhrenverstärker und -empfänger eingeführt. 1963, führte Sansui die 500 Serie und den Röhrenreceiver 1000 ein. Für den Export folgte 1964 der 500A und 1000A . Diese Empfänger legten Sansuis finanzielle Grundlagen und machten die Firma Weltweit bekannt. Vor allem 1000A wurde bis die frühen siebziger Jahre gebaut. Sansuis Meisterstück in der Röhrentechnik war der Verstärker Au-111 der 1965 eingeführt wurde. Der Au-111 hat bis heute den Ruf, einer der besten Röhrenverstärker zu sein der jemals in Japan gebaut wurde. 1965 war auch das Jahr in dem Sansui begann, den ersten Transistorempfänger Tr-707a zu exportieren. Die ersten Lautsprechersysteme, die Sp-100 und die Sp-200 wurden 1966 eingeführt. Der letzte Röhrenverstärker Ca-303, die letzten Endverstärker, Ba-202 und Ba-303 (bis Mitte der neunziger Jahre) wurden 1967 eingeführt. Dieses war auch das Jahr in dem Sansui den erster integrierten Transistorverstärker Au-777 vorstellte, der sofort ein Verkaufsschlager wurde. 1968 hob Herr Kikuchi die Firmenphilosophie hervor, "unabhängig sein ohne Outsourcing". Dieses war der erste Schritt vom Bauteillieferanten zum Kompletthersteller. 1969 hatte Sansui bereits 1699 Angestellte. Sansui Europa siedelte sich in Belgien an und stellte die "Top of the linie" Vollverstärker Au-999 und den erste 4ch Synthesizer Qs-1 vor. In diesem Jahr führte Sansui auch den ersten reinen integrierten Verstärker, den Au-666 ein. Während der ersten 25 Jahre der Geschichte, die als Röhrenära Sansuis bezeichnet werden kann, wurden die Übertrager nicht nur für Hifiprodukte, sondern auch für medizinische Instrumente und anderes verwendet. Mitte der 60er begann die Transistortechnologie weltweit Einzug zu finden. Sansui war eine der ersten unter den Hifi-Herstellern die die Transistoren in Stereoanlagen einführte. Die Transformer Geschäfte wurden zu diesem Zeitpunkt auf Hashimoto übertragen. Bei diesem Umbruch wechselten auch viele der fähigsten Ingenieure zu der neuen Firma. Als börsennotiertes Unternehmen gewannen Mitte der 70er Jahre immer mehr die Kaufmänner die Oberhand. Kostendruck und abwandern der Technologieträger läutete den technologische Abstieg ein, der dann Mitte der 80ziger in den Verlust der Selbstständigkeit von Sansui gipfelte. Die von mir behandelten Receiver beginnen Mitte der 60er bis Ende der 70er. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Transistorverstärkern der "single digit ", "three digit" und "four digit" Serie und der G - Serie die Ende der 70er kam. |